Martin Koslowsky folgt Walter Hofmann nach

Die Bayerische Rundschau berichtete in ihrer Ausgabe vom 11. März ausführlich über die Jahreshauptversammlung des Musikvereins und die Neuwahl des Amts des 1. Vorsitzenden. (hier klicken, um als PDF zu lesen)

Nach 21 Jahren legt der Vorsitzende des Musikvereins Thurnau, Walter Hofmann, sein Amt nieder. Neu an der Spitze der Musiker steht nun Martin Koslowsky.

Als Walter Hofmann im April 1992 zum Vorsitzenden des Musikvereins Thurnau gewählt wurde, war er gerade einmal 31 Jahre alt. Er hat Akzente gesetzt – vor allem die Belange der Jugend lagen ihm immer am Herzen.

Unter seiner Leitung konnte 2003 eine Bläserklasse eingeführt werden – eine Initiative, die von Erfolg gekrönt war. Denn die ersten Absolventen der Bläserklasse sind jetzt schon seit zehn Jahren Mitglieder im Musikverein Thurnau.

Sozusagen als letzte Amtshandlung konnte der scheidende Vorsitzende mit Fabian Einwag, Tobias Hahn, Dominique Mönch und Alexander Sack treue Musiker auszeichnen. „Wir haben das Jugendorchester, wir haben die Bläserklasse, wir haben die Früherziehung und die Blockflötenkinder, was uns noch fehlt, ist ein Angebot für alle Acht- bis Zehnjährigen. Und das wollen wir dann ab nächstem Jahr verwirklichen“, zog Hofmann Bilanz.

Dann soll das „Wir machen Musik“-Projekt in der Schule starten. Dabei sollen Erst- und Zweitklässer die Möglichkeit bekommen, mit einem Instrument ihrer Wahl anzufangen. „Ich habe mein Ziel erreicht, ich kann ein gut bestelltes Feld übergeben“, sagt Hofmann.

Durchschnittsalter 18 Jahre

Tatsächlich ist der Musikverein von 233 Mitgliedern im Jahr 1993 auf 352 Mitglieder angewachsen. Davon machen 104 aktiv Musik. Das Durchschnittsalter der Aktiven beträgt gerade einmal 18 Jahre, das Durchschnittsalter des Vereins 38.

„Ich habe die Hoffnung, dass das Feld von vielen Händen weiter gepflegt wird“, so der scheidende Vorsitzende, der hofft, dass das Maiblasen, das Herbst- konzert, der Vorspielnachmittag, das Schlosskonzert, die Weihnachtskonzerte, der Böhmische Abend und das traditionelle Spielen beim Bierfest und bei der Abholung des Schützenkönigs fortgeführt werden.

All das versucht der neue Mann an der Spitze des Musikvereins Thurnau: Es ist Martin Koslowsky, 48 Jahre alt, selbstständiger Handelsvertreter und Hobbyfotograf. „Ich kann keine einzige Note spielen, ich kann auch kein Musikinstrument, und ich höre Musik jeder Couleur – BAP, Coldplay, Genesis – , aber was ich machen kann, ist mit Sponsoren reden, ich kann mich bei den organisatorischen Dingen engagieren“, versprach der neue Vorsitzende.

„Hervorragende Jugendarbeit“

Den Bezug zum Musikverein hat er durch seine beiden Kinder. Denn Sohn Lukas (15) spielt Trompete, seine Tochter Lena (12) Klarinette. „Ich möchte die hervorragende Jugendarbeit, die im Verein begonnen wurde, fortführen. Denn ich finde den Musikverein wichtig“, sagte Martin Koslowsky bei seinem Amtsantritt.

Eine Mammutaufgabe für den neuen Mann an der Spitze hatte Dirigent Heimo Bierwirth in seinem Bericht anklingen lassen. So zeigte sich der Dirigent mit dem Engagement der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen äußerst zufrieden. Er will in diesem Jahr bei einem Wertungsspiel antreten. Und er will den Bereich der konzertanten Blasmusik in jedem Fall weiterverfolgen. „Ich will ein Xylophon anschaffen“, so Bierwirth.

Der große Wunsch des Dirigenten ist aber ein Zentrum für den Musikverein. „Wir proben in der Schule, das ist schön, aber wir haben kein Zentrum, wo wir daheim sind. Wir haben kein Musikerheim“, betonte der Dirigent.

Bürgermeister Dietmar Hofmann brachte die Zehntscheune ins Gespräch. Doch der Umbau der Scheune, die dann vielleicht auch für die Volkshochschule nutzbar sein könnte, kostet zwischen zwei und drei Millionen Euro. „Wir haben das Projekt noch nicht aufgegeben, vielleicht lässt sich irgendwann einmal etwas mit EU-Fördermitteln machen. Aber das ist eine Vision“, sagte der Thurnauer Bürgermeister.

Hofmann unterstrich bei der Hauptversammlung die Bedeutung des Musikvereins Thurnau und dankte dem scheidenden Vorsitzenden. Bei der Hauptversammlung zeichnete der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, Heinrich Ramming, Katrin Männche (Querflöte) und Eva Hofmann (Posaune) für 20 Jahre Aktivenzeit aus. Fabian Einwag, Tobias Hahn, Dominique Mönch und Alexander Sack sind seit zehn Jahren musikbegeistert.

Und bei den passiven Mitgliedern wurde Rudi Eschenbacher für ein halbes Jahrhundert Treue zum Verein geehrt, für 25 Jahre Anja und Alfred Meisel, Barbara Gebelein, Gunda Köhler-Brockmann, Irene Ebert und Norbert Lawatsch.

Quelle: Bayerische Rundschau vom 11.3.2013, Verfasser: Sonja Mann

Kommentare (2)

  1. Jürgen Ramming

    Liebe Vorstandschaft,ich habe gelesen dass Rudi Eschenbacher für 50 Jahre passive Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde.Ist ja gut! Bitte schaut mal nach wie lange er von den 50 Jahren Dirigent war.
    Ich bin der Meinung er hätte die Auszeichnung zum Ehrendirigenten schon lange verdient.Es ist ein Anstoss einmal in den Archiven zu blättern.
    Gruss Jürgen Ramming

  2. Axel (Beitrag Autor)

    Hallo Jürgen, danke für den Kommentar. Stellvertretend für die Vorstandschaft kann ich darauf hinweisen, dass Rudi Eschenbacher bereits 2011 als Ehrendirigent ausgezeichnet wurde.
    Link: http://www.musikverein-thurnau.de/653/jahreshauptversammlung-2011/

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