Hauptversammlung: Heimo Bierwirth ist neuer Dirigent

zeitung_090325_hauptversammlungDer MusikvereinThurnau blickt optimistisch in die Zukunft und zeichnet treue Mitglieder aus. Eine Beitragserhöhung wurde beschlossen.

Dass der Musikverein eine positive Entwicklung nimmt, betonte Vorsitzender Walter Hofmann bei der Hauptversammlung. Die Mitgliederzahl sei um 3,64 Prozent auf 313 Personen gestiegen. Der Verein zähle 99 Aktive, die teils in mehreren Formationen spielten.

Es sei erfreulich, „dass das Bläserklassenkonzept wieder im Regelmusikunterricht untergebracht werden konnte“. Dadurch erlernen laut Hofmann in der jüngsten Klasse 33 Kinder im Grundschulalter das Musizieren. Die steigende Qualität werde bei den Leistungsprüfungen deutlich. Sieben Musiker hätten erfolgreich den D1-Lehrgang, vier die D2-Prüfung bestanden. Heuer würden sich elf Nachwuchsmusiker der D1-Prüfung stellen. Das seien, so der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbunds, Hermann Weiß, 20 Prozent aller Teilnehmer aus dem Landkreis.

Walter Hofmann blickte auf zahlreiche Auftritte, so auf das Frühjahrskonzert der Jugend, das Schlosskonzert, den Auftritt beim Bierfest, das Herbstkonzert und das Standkonzert im Europapark in Rust. Die Fahrt in den Freizeitpark findet vom 24. bis 26. April statt.

„Eingefahrene Beziehungsmuster“

Eine große Veränderung bringt der Dirigentenwechsel mit sich. Manfred Grabolle, der seit 2001 dasHauptorchester führte, hatte im November den Taktstock niedergelegt. Die Gründe erläuterte er in einem Brief, der verlesen wurde. Wie Grabolle darin erklärt, ist aus seiner Sicht die Weiterentwicklung im Verein „durch eingefahrene Beziehungsmuster im Musiker-Dirigenten-Verhältnis eher ausgebremst“ worden. Er hoffe, dass neue Impulse für einen Aufschwung sorgen. Der Vorsitzende bedauerte Grabolles Ausscheiden und würdigte seine Leistung. Hofmann sieht aber „neues Potenzial imVerein, das durch den Dirigentenwechsel geweckt wurde“.
Mit Heimo Bierwirth stellte sich der neue musikalische Leiter vor. Bierwirth war Dirigent des Höchststufenorchesters in Burgebrach. Nach zehn Jahren der Zusammenarbeit habe er eine Veränderung gesucht und sei durch die Arbeit in den Bläserklassen zum Musikverein Thurnau gekommen. Für ihn stellen die in der Jugendarbeit geschaffenen Grundlagen eine stabile Basis dar, auf die er aufbauen könne, „um in Zukunft wieder Wertungsspiele zu bestreiten“.

Bürgermeister Dietmar Hofmann dankte dem Verein für seine vorbildlichen Leistungen vor allem in der Jugendarbeit. Er will mit den Verantwortlichen ein Probenlokal suchen. Es gebe da auch schon „eine Vision“.

Kassierer Tino Schneider teilte mit, dass 2008 ein Überschuss erwirtschaftet werden konnte. Die Einnahmensituation müsse sich aber deutlich verbessern, „da sonst das Guthaben in wenigen Jahren aufgebraucht sein wird“. Eine Beitragserhöhung und die Einführung eines Familienbeitrags wurden nach einer regen Diskussion beschlossen. Vorsitzender Walter Hofmann zeichnete Mitglieder für 25-jährige Treue aus. Er dankte auch Klaus Gebhard, der viele Jahre Musiker war und dem Verein seit 50 Jahren die Treue hält.

Kreisvorsitzender Hermann Weiß ließ es sich nicht nehmen, aktive Mitglieder zu ehren. Ausgezeichnet wurden Albrecht Deisenhofer der seit zehn Jahren Trompete spielt, Richard Ebert, der seit 20 Jahren mit seinem Tenorhorn fester Bestandteil des Hauptorchesters ist, und Vorsitzender Walter Hofmann, der seit 30 Jahren Tuba spielt.